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zone30.pngDie Bundesregierung hat am 5. 11. 2008 ein Gesetz verabschiedet, das für neue, umweltfreundliche Autos zwei Jahre Steuerfreiheit vorsieht. Es ist sicher eine gute Idee, durch den Kauf eines umweltfreundlichen Neuwagens, etwas für die Umwelt zu tun. Noch besser wäre, wenn nur Autos, die mit einem Bank-Kredit finanziert wurden, in den Genuss dieser Steuerfreiheit kämen. Dadurch würden auch Banken die Möglichkeit bekommen, die Welt zu retten.

Natürlich wissen Sie, dass man uns hier etwas vorgaukeln möchte. Warum eigentlich Oldtimer steuerfrei sein müssten, sehen Sie in dem Bericht im Anhang.

Nicht nur unsere gewählten Vertreter in Berlin, sondern auch die nicht gewählten Interessensvertreter im Oldtimerbereich (Oldtimer-Weltverband FIVA und auch der ADAC) ziehen am gleichen Strang.

Auf der Generalversammlung am 25.10.2008 hat die FIVA die neue Definition für historische Fahrzeuge verabschiedet. Das Eintrittsalter für Oldtimer wird von 25 auf 30 Jahre erhöht. Gleichzeitig sollen, laut offizieller FIVA-Definition, Straßen-Fahrzeuge künftig nur noch dann als Oldtimer gelten, wenn deren Nutzung nicht auf täglichen Transport ausgerichtet ist.


Hier der Original Text 
(laut ADAC)

A historic vehicle is a mechanically propelled road vehicle

  •    which is at least 30 years old,
  •     which is preserved and maintained in a historically correct condition,
  •     which is not used as a means of daily transport and
  •     and which is therefore a part of our technical and cultural heritage.

Und hier die  Übersetzung (laut ADAC)

Ein historisches Fahrzeug ist ein mechanisch angetriebenes Fahrzeug

  •     das mindestens 30 Jahre alt ist,
  •     das in einem historisch korrekten Zustand erhalten und gewartet wird,
  •     dessen Nutzung nicht auf täglichen Transport ausgerichtet ist und
  •     wegen seines technischen und historischen Wertes bewahrt wird

Soweit die Info der Fifa.

opel-vorn.jpgAber ist das eine gute Lösung? Wenn diese Änderungen auch Bundesgesetz werden, dann wird die zulässige Nutzung von Oldtimern, wie schon beim 07er Kennzeichen, deutlich eingeschränkt werden. Oldtimertreffen ja, Ausflüge nein. Testfahrten sind nur mit weitem Bogen um den Arbeitsplatz zulässig und das Haustier muss zu Hause bleiben. Und das alles völlig ohne Not.

Schade ist auch, dass Jungtimer nicht mehr erhaltenswert sein werden. Auch wenn es mich selbst nicht wirklich interessiert, ob ein Golf III erhalten oder verschrottet wird, so müsste doch zumindest unsere weltweite Interessensvertretung daran interessiert sein. Offenbar ein Irrtum.

Viele Enthusiasten haben vermutet, dass für den ADAC wirtschaftliche Interessen im Vordergrund standen, als er die DEUVET als Oldtimervertreter ausgebootet hatte. Einige von uns hatten sich eine stärkere Vertretung von Oldtimer-Interessen erhofft.

bach-runter.pngBei der Feinstaubverordnung ist es gelungen Schlimmstes zu verhindern. Dem ADAC?  Vielleicht, aber möglicherweise hat sich auch die Interessenvertretung des KFZ-Handwerks helfend eingeschaltet.
Im Oldtimer-Bereich steckt ein milliarden-schweres Umsatzpotential, das ganz sicher Schaden genommen hätte.  Möglicherweise greifen diese jetzt noch ein weites Mal ein, um auch in diesem Fall zu helfen, damit nicht noch mehr den Bach runter geht..

Zur Umweltfreundlichkeit von Oldtimern sehen Sie mehr in dem Vergleich zwischen einem VW-Lupo und einem Morris Minor-Oldtimer: pdf Vergleich VW Lupo - Morris Minor 2.40 Mb,
den wir mit freundliche Genehmigung des " British Classic Cars Magazins" anhängen dürfen. Hier wird deutlich, das nicht nur das was dem Auspuff entfleucht die Umwelt belastet. Die gesamte Schadstoffbilanz eines Fahrzeuges, über seine Lebensdauer enthält neben den  Schadstoffausstoß bei seiner Nutzung auch den schadstoffmäßigen Ausstoß bei seiner Herstellung. Dieser beträgt gegenwärtig bei Neufahrzeugen 10 bis 25 % der gesamten Energie- und Schadstoffbilanz.
Da dieser „Ausstoß" aber momentan steuerlich nicht berücksichtigt wird, werden Entwicklungen gefördert, die die Schadstoffbilanz von neueren Fahrzeugmodellen gegenüber den Vorgängermodellen verschlechtern. Als Beispiel sei hier die Aluminiumkarosserie genannt: Durch die energieaufwändige Herstellung und Verarbeitung von Aluminium ist die Schadstoffbilanz dieser Fahrzeuge bei Berücksichtigung von Herstellung und Wiederverwertung deutlich schlechter als bei Fahrzeugen mit geringfügig höherem Kraftstoffverbrauch.
Samstag, 01. November 2008
Jürgen Feye-Hohmann

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