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Das deutsche Magazin "Oldtimer-Markt" hat einen sehr umfassenden Bericht zur Umweltfreundlichkeit von Oldtimern veröffentlicht. Unsere Classic Cars schneiden dabei, selbst im Vergleich zu modernen Benzin-Spar-Autos, sehr gut ab. Der Grund dafür liegt in dem sehr hohem Energiebedarf, der bei der Herstellung eines Neufahrzeuges anfällt. Bei alten Fahrzeugen muss das nicht mehr berücksichtig werden. Die Emissionen von vor 40 Jahren fügen unserer Umwelt heute keinen Schaden mehr zu. Charles Ware (CHARLES WARE'S MORRIS MINOR CENTRE), Morris Minor Spezialist aus Bath (UK) hat das bereits 1985 erkannt und Umweltfreundlichkeit und Kostenvorteil in einer Werbebroschüre, für die von ihm modifizierten Morris-Fahrzeuge, ausführlich beschrieben. Das deutsche British Classic Cars Magazin berichtete im Heft Nr. 6 / 2003 (*) über einen Vergleich zwischem einem Morris Minor mit einem VW-Lupo. Bis auf die Sicherheitseinrichtungen, die es in den 50ger Jahren noch nicht gab, wurde ein Gleichstand zwischen beiden Fahrzeugen festgestellt. Wäre davon ausgegangen worden, dass der Lupo als Zweit- oder Drittwagen ähnlich selten genutzt würde, wie ein Oldtimer, dann wäre das Ergebnis noch deutlicher geworden. Dann hätte selbst die Drei-Liter-Lupo-Version in der Umweltstatistik schlechter abschneiden können, als ein "alter Stinker"
Über 70 % des gesamten Energiebedarfs, den der Lupo dann in seinem kurzen Leben verbrauchen würde, wären bei der Montage und bei der Produktion von Fahrzeugteilen und deren Ausgangswerkstoffen angefallen. Selbst die Drei-Liter-Lupo-Version hätte das nicht aufholen können. Es scheint also wenig sinnvoll zu sein, alte Autos, durch Reglementierungen vom Verkehr auszuschließen, um die Umwelt zu retten. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass es in Berlin oder anderen europäischen Hauptstädten, auch einige Entscheider sitzen, die wissen was sie wollen. Im Automotive-Bereich sind sehr viele Menschen beschäftigt, die davon leben, dass wir unsere Autos möglichst schnell gegen ein neues eintauschen. Die PKW-Hersteller können nur durch solche Beschränkungen gezwungen werden, nicht nur über unnötigen Spielkram, sondern auch über umwelttechnisch sinnvolle Lösungen nachzudenken. Selbst die unanständig gestiegenen Treibstoffpreise passen in dieses Bild. Alles zusammen wird dazu führen, dass die Industrie ihre Forschung nach alternativen Antrieben intensiviert. Sie können sicher sein, dass VW, Mercedes, BMW und der Rest, deutlich mehr unter den Treibstoffpreisen leidet als wir. Dieses Umdenken ist auch wichtig, denn wir können schon heute absehen, wie lange unsere Ölreserven reichen, wenn wir so weiter machen wie bisher. Produkte aus Öl oder gar aus Lebensmitteln, sind zu schade um diese weiterhin zu verbrennen. Wenn wir die aus Öl gewonnenen Kunststoffe nicht mehr herstellen können, dann hätten wir vermutlich ein deutlich größeres Problem, als wenn uns nur das Benzin fehlen würde. Möglicherweise kaufen wir den Treibstoff irgendwann wieder in der Apotheke wie vor 100 Jahren. Die Apotheken-Preise zahlen wir schon heute dafür. Sorgen brauchen wir uns trotzdem nicht zu machen. Wir werden unsere umweltfreundlichen Oldies noch einige Jahre weiter fahren dürfen, so wie bisher. Genießen Sie es. *Dieses Heft können Sie nicht mehr nachbestellen. Den Magazin-Bericht können Sie hier down laden: Lupo-Minor-Vergleich.pdf |