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Home · CLASSIC JOURNAL · Szene Allgemein · Szene Allgemein · British Day 2009 in Hamburg
British Day 2009 in Hamburg PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 11. September 2009 um 17:01 Uhr

Engländer an der Elbe

bd3Beim Hamburger British Day trotzten tausende anglophile Besucher der stilgerechten Wettervorhersage.

Die Veranstalter des British Day haben wie jedes Jahr ein familientaugliches Programm auf den englischen Rasen gestellt. Highland Games, Falkenjagd-Präsentationen und Cricket-Spiele gaben neben „Dinnner for one"-Theateraufführungen und dem abendlichen Open Air Proms Concert Kurzweil für jedes Alter. Automarken wie MG und Morris gehören untrennbar ins Bild vom englischen Lifestyle, knapp 20 Oldtimerbesitzer zeigten ihre blechernen Schätze.

Briten und Hamburger haben eine Menge gemeinsam: vor allem das Wetter. Ein paar Regenschauer schreckten darum nicht die Besucher des jährlichen Events für britischen Lebensstil in der Hansestadt. Am 5. und 6. September gab sich Hamburg wieder very british.

Das Morris Minor Register Deutschland und der Austin Healey & MG Stammtisch Hamburg baten zum Oldtimerconcours auf dem British Day, dem jährlichen Event für britischen Lebensstil in der Hansestadt.

Englische Klassiker aller Fabrikate sollten zeigen, wie nah hamburgische Gediegenheit und englische Eleganz beieinander liegen. Daneben lockten wie in jedem Jahr weit mehr als 100 Aussteller, Clubs und Verbände rund 10.000 Besucher.
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Die Oldiefahrer, bauten sich ihre englisch anmutenden Picknicktischchen auf, lehnten sich bei Cream Tea mit Scones im Klappstuhl zurück und freuten sich über die bewundernden Besucher. Und natürlich gab es noch jede Menge mehr Britisches zu sehen und zu erleben als alte Autos. Kinder konnten sich im Gummistiefelweitwerfen beweisen, Erwachsene schauten zu, wie starke Männer in Röcken bei der Highland-Games-Vorführung den Hammer schwangen oder Baumstämme schleuderten. Pferde mit Reiterinnen im Damensattel und Falkner mit ihren gefiederten Freunden zeigten ihr Können. Zwischendurch gab's für alle Fish and Chips und jede Menge anderer englischer Spezialitäten an zahlreichen Ständen zu kaufen - oder irisches Bier.

Unter den Autos strahlten zwei echte Raritäten: Von dem roten 1952er MG Arnolt TD, für den der italienische Stardesigner Bertone den Zeichenstift geschwungen hat, wurden weniger als 100 Stück gebaut. Alle für den amerikanischen Markt, zu einem Preis, den sich kein Europäer leisten mochte. Noch thumb_bd2heute dürfte das in Hamburg gezeigte Exemplar das einzige in Deutschland sein - unter wenigen in Europa. Von dem 1930er Armstrong Siddeley mit der Sphinx als Kühlerfigur verließen gar nur 19 Einzelstücke die englischen Werkshallen. Dabei hört sich sein damaliger Verkaufspreis von 495 Pound Sterling nach Schnäppchen an. Damals galt allerdings ein anderer Wechselkurs und Bernhard Lubitz würde seine selbst von Grund auf restaurierte Seltenheit sicher nicht für einen fünfstelligen Eurobetrag verkaufen.

Die im Vergleich weniger auffälligen etwa 20 MGs und Morris durften an beiden Tagen in einem großen Concours über das gepflegte Grün des Polofeldes cruisen. Von Hamburger Schietwetter gab es allenfalls kleine Portionen, die Sonne hatte rechtzeitig den Rasen abgetrocknet und versteckte sich nur gelegentlich über Schauerwolken. Als Held des Samstags hätte Eduard Möller aus Pinneberg ausgezeichnet werden müssen: Während der Anreise kochte ihm der Motor seines 1969er Morris Minor Traveller über, weil der Kühler sämtliches Wasser verloren hatte. Innerhalb weniger Stunden schleppte er sein Auto zurück nach Hause, reparierte das defekte Teil mit geliehenem Lötzinn und großem Aufwand, um endlich um 14 Uhr sein Fahrzeug auf dem Klein Flottbeker Pologelände parken zu können. So wie er dürfen sich auch alle mit etwas weniger England im Blut auf den British Day 2010 freuen.

Text und Fotos: Frank Tiedemann

Mehr über Frank Tiedemann und seinen Morris Minor finden Sie unter. "millyminor.de"

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. September 2009 um 16:43 Uhr
 

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