Deutsche Historische Motorradmeisterschaft sorgt für das Salz in der Suppe
Akrobaten auf zwei und drei Rädern begeistern mit artistischer Akrobatik
Wiedersehen mit zum Teil längst vergessenen Motorradmarken
Insgesamt teilnehmerstärkste Serie sorgt für mächtig Action auf der Strecke
Düsseldorf, 25. Mai 2012 – Faszinierende Renngeräte auf zwei und drei Rädern garantieren Einmaligkeit: Das „ADAC-Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal" (8. bis 10. Juni 2012) ist mit seiner Kombination aus Rennserien für Automobile und Motorräder unverändert europaweit einzigartig in seiner Art. Und die Trainings und Läufe zur Deutschen Historischen Motorradmeisterschaft zählen traditionell zu den meist umjubelten Programmpunkten des Wochenendes – kein Wunder bei der klangvollen Soundkulisse und den akrobatischen Gleichgewichtsübungen der Protagonisten.
Ein Fest für die Sinne: Ganz gleich, ob ein, zwei oder vier Zylinder – historische Motorräder und Gespanne üben stets eine ganz besondere Faszination aus. Allein die Akustik der zwei- oder dreirädrigen Young- und Oldtimer bescheren den Zuschauern zuverlässig Gänsehaut. Diese verstärkt sich noch, wenn sich zu dem akustischen Genuss das optische Vergnügen gesellt. Denn die Piloten stellen nicht nur ihr hohes Fahrkönnen unter Beweis, sondern bringen zudem nicht selten auch eine gehörige Portion Mut auf – immerhin entsprechen Bremsen und Fahrwerke diese Klassiker nur bedingt modernen Maßstäben.
Aermacchi, Gilera, Laverda, Norton oder Triumph: Namen wie diese lassen längst vergessene Zeiten wieder aufleben. Wer die Legenden des Motorrad- und Gespannsports heute beim „ADAC-Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal" live erlebt, kann nachvollziehen, welchen Mut die unerschrockenen Fahrer damals mitbringen mussten, sich auf diesen dünnen Reifen und mit nur rudimentären Bremsen beinharte Duelle auf der Piste zu liefern. Mit Erfindungen wie Integralhelmen, Protektoren und Stiefeln mit Karbonschutz noch in weiter Ferne mussten sich die Helden von damals auf die Schutzwirkung von Fliegerbrille, Halbschale und einer dünnen Lederjacke verlassen.
Besonders spektakulär sind auch heute noch die artistischen „Bodenturn"-Einlagen der Gespannpiloten und ihrer Beifahrer, die sogenannten „Schmiermaxe". Anders als bei einem Motorrad wird das dreirädrige Gespann nicht durch Schräglage, sondern durch Zug am Lenker durch die Kurve dirigiert. Soll das Gefährt angesichts der auftretenden Fliehkräfte nicht umkippen, muss das Gewicht verlagert werden. Dafür krabbelt der „Schmiermaxe" in seinem Beiwagen behände von links nach rechts und lehnt sich soweit aus seinem Beiboot heraus, dass schon mal der Ellenbogen oder gar der Helm Kontakt mit dem Asphalt aufnimmt. Blindes Verständnis zwischen Fahrer und Beifahrer ist ein absolutes Muss.
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Die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft blickt inzwischen auf eine über 40-jährige Geschichte zurück. Die Initialzündung für das Championat gab am 10. Mai 1970 ein von Rennfahrerikone und Ex-Geschwindigkeits-Rekordhalter Wilhelm Herz organisierter Demonstrationslauf auf dem Hockenheimring. Die überwältigende Resonanz aus der Szene führte schnell zur Idee, eine Gleichmäßigkeits-Meisterschaft ins Leben zu rufen. Seitdem messen sich Aktive aus ganz Europa in insgesamt 23 Klassen bei sechs bis neun Veranstaltungen pro Jahr.
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