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Kleine Motorrad-Kennzeichen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ADAC.de - Oldtimer-Presseinfo   
Mittwoch, den 19. Oktober 2011 um 19:41 Uhr

ADACDie Debatte um eine angemessene Kennzeichengröße für Oldtimer-Motorräder geht weiter. Der ADAC sprach hierzu im Interview mit Willy Hof, Vorstandsmitglied des Veteranen-Fahrzeug-Verbandes (VFV).

Worum geht es?

Die 2007 in Kraft getretene Zulassungsverordnung ist für die meisten Besitzer historischer Krafträder eine ärgerliche Hürde, die es zu meistern gilt. Motorrad-Kennzeichen werden in einer Standardgröße zugeteilt und einige Zulassungsstellen bestehen darauf, dass auch alte, kleinere Motorräder dieses Kfz-Kennzeichen anbringen.
Im Rahmen der vor 2007 geltenden Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) war die Beantragung eines kleineren Nummernschildes für Oldtimer-Motorräder klar festgelegt. In der Regel wurde dies von allen Zulassungsstellen ohne Antrag zugeteilt, da alte Maschinen keinen Platz für die Anbringung großer Standardkennzeichen haben.


Doch seit der Neugestaltung der Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) legen immer mehr Zulassungsstellen den Gesetzestext streng aus und machen keine Ausnahmen. Die Motorradbesitzer fühlen sich schikaniert. Auch Sachverständige der Prüforganisationen sind in vielen Fällen ratlos: selbst deren Gutachten werden von den Zulassungsstellen ignoriert.
Das Verkehrsministerium verweist auf eine neue Kennzeichenart, die es seit Anfang 2011 gibt. Es handelt sich um das Format 18, 20 oder 22 cm (Breite) mal 20 cm (Höhe). Das alte verhältnismäßig große Teil welches auch augenzwinkernd als „Kuchenblech" bezeichnet wird, ist seit dieser Neuerung zwar passe, aber es ist immer noch wesentlich höher als das für alte Oldies geforderte Kennzeichen von 25,5 cm x 13 cm.
Der ADAC, traditionell seit seiner Gründung im Jahr 1903 als Motorradclub immer der Motorradfahrerszene verbunden, unterstützt das Anliegen des VFV. Im Parlamentskreis Automobiles Kulturgut (PAK) engagieren sich sowohl Experten der ADAC Oldtimer-Sektion als auch des VFV für die Durchsetzung dieser und weiterer Interessen aus der Oldtimerszene.
Unterstützendes Engagement haben die Politiker Jens Koeppen (CDU) und Sebastian Körber (FDP) – beide Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages - bei der letzten Sitzung am 4. Juli 2011 im PAK signalisiert und in diesem Zusammenhang zugesagt, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 23. Oktober 2011 um 16:19 Uhr