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Die Historic Ice Trophy fand vom 20.01. - 26.01.2020 im österreichischen Altenmarkt/Zauchensee statt. Am Start waren ca. 80 Teilnehmer mit Fahrzeugen in den Kategorien Oldtimer bis Baujahr 1984 und Youngtimer bis Baujahr 1994.
Mit dabei war Peter Trippacher mit seinem Team, der uns nachfolgend einen Bericht von seiner Teilnahme bei der Historic Ice Trophy 2020 zur Verfügung gestellt hat.

Presseinformation (auszugsweise) der SKANDIX AG

6-Stundenrennen ab Baujahr 1986
Für dieses Rennen haben wir unseren Volvo 740 2,3l 113 PS eingesetzt. Nachdem wir bei Vergleichsfahrten gegen meinen Mercedes 190 am Lungauring schon festgestellt hatten, dass der Volvo sehr viel Grip und Drehmoment aufbauen kann, war es für uns, im Gegensatz zur Konkurrenz nicht sonderlich verwunderlich, dass wir im Training und auch im Rennen die Rundenzeiten der Porsche 911 mitgehen und zum Teil sogar unterbieten konnten.
Aber alles der Reihe nach.
Im freien Training belegten wir den 5 von 28 Plätzen. Im Nachtqualifying konnten wir uns noch einmal um einen Platz nach vorne arbeiten und erzielten den 4. Startplatz für das Rennen am nächsten Tag. Am nächsten Tag, pünktlich um 07:00 Uhr morgens startete das 6-Stundenrennen. Wir konnten sofort Druck auf den vor uns liegenden Schweizer 911 ausüben. Die schnellsten Rennrunden werden gleich in den ersten ca. 3 Runden gefahren, da das Eis zu diesem Zeitpunkt noch am griffigsten ist. Wir erreichten unsere schnellste Runde im zweiten Umlauf, diese war lediglich um 5 hundertstel langsamer als die des Porsche.
Leider drehte sich dann der schweizer Pilot direkt vor uns ein, sodass wir nicht in der Kurve innen durchstechen konnten und dadurch von 2 Fahrzeugen überholt wurden.
Nach ca. 2,5 Stunden Fahrzeit übergab ich dann unsere rasende Schrankwand auf P3 liegend auf Hannes, welcher im Gegensatz zu einigen Kontrahenten souverän seine Runden ohne Ausritt oder Unfall zog.
In der 66. Rennrunde führten wir unseren zweiten von drei Pflichtfahrerwechsel durch, und ich übernahm wieder den 740er. Mittlerweile musste man im Gegensatz zur Startphase eine komplett andere Linie finden um schnelle Runden fahren zu können. Nach weiteren 21 Runden kamen wir zu unserem letzten Fahrerwechsel und gleichzeitig einzigem Tankstopp an die Box. Dieser musste schnell und Fehlerfrei funktionieren, da die hinter uns liegende Mannschaft nicht tanken brauchte.
Also raus aus dem Fahrersitz, Hannes rein, ums Auto laufen und auf dem Beifahrersitz wieder rein in unser Gerät, während der Rest des Teams den durstigen Schweden mit dem Benzinkanister fütterte.
Wir kamen rechtzeitig vor dem auf Platz 4 liegenden BMW wieder auf die Strecke und konnten im letzten Turn konstant 3 bis 4 Sekunden pro Runde schneller fahren als unsere Verfolger.
Nach 99 Runden steuerten wir unseren braven 740 auf dem dritten Platz liegend zum Siegerfoto auf die Start-Zielgerade.

6-Stundenrennen bis Baujahr 1985
Für dieses Rennen habe ich meinen völlig neu aufgebauten Saab 99 16v Turbo T5 an den Start gebracht, in welchen die Erfahrungen aus den Vorjahren mit eingeflossen sind.
Das Training konnten wir schon mit den absolut schnellsten Zeiten auf P1 abschließen. Dadurch durften wir natürlich im Qualifying als erstes Auto auf die Strecke. Aber das Auto fühlte sich auf den ersten Metern schon komplett anders an, baute keinen Ladedruck auf, untersteuerte und übersteuerte, es fühlte sich wie ein Plattfuß an. Also musste ich die erste Runde um den Kurs kriechen und das komplette Feld überholen lassen. An der Box angekommen stellte sich heraus, dass die Handbremse während der Zeit zwischen Training und Qualifiyng am linken Hinterrad festgefroren war. Nach ein paar beherzten Lockerungsübungen ging die Hatz auf die Pole Position los. Jetzt hatte ich allerdings auch über 30 Autos vor mir. Nach massenhaft vielen Überholmanövern konnten wir in Runde 4 den zweiten Startplatz erkämpfen.
Wiederum um 07:00 morgens startete das 6-Stundenrennen. Bereits in der ersten Kurve konnte ich den Polesetter überholen und die Führung übernehmen. Danach konnten wir uns mit ca. 4 Sekunden pro Runde vom Feld absetzen.
Nach 43 Führungsrunden und über 4 Minuten Vorsprung auf P2 wechselten wir uns zum ersten mal am Lenkrad ab. Hannes übernahm wieder das Auto und konnte sofort die benötigten Rundenzeiten fahren. In der 70. Runde kam plötzlich ein Funkspruch aus dem Auto, dass der Motor ausgegangen ist und nur schwer wieder angesprungen ist, erster Verdacht Tank leer.
Auto kommt in der nächsten Runde an die Box, wir tanken in randvoll und führen eine kurze Überprüfung durch. Ich springe wieder in den 99 und versuche die Führung noch zu halten, allerdings stirbt der Motor in jeder Linkskurve ab.
Technischer Ausfall nach über 70 Runden an der Spitze, ähnlich wie 2019 wo wir auch in Führung liegend mit einem gebrochenem Primärantrieb ausgefallen sind.
Da wir an der Strecke den Fehler nicht finden konnte, und der Nachmittag rennfrei war, luden wir den Saab auf und fuhren zu unseren Saabspezis Sepp und Sepp Sticht Junior, um dem Turbo mit Hilfe der Tester sein Geheimnis zu entlocken. Kurz vorm Eintreffen bei den beiden kam mir der Einfall an was es liegen könnte. Der von uns eingebaute Catchtank wird auf der rechten Seite mit Hilfe einer Vorförderpumpe gefüllt und auf der linken Seite mit einer zweiten Pumpe abgesagt. Da der Motor geradeaus und in Rechtskurven problemlos lief, musste der Benzinfilter vor der Vorförderpumpe verstopft sein. Prompt war das Saugrohr wie auch der Filter so verstopft, dass die erste Pumpe nur minimalen Benzindurchfluss hatte und somit den Catchtank nicht befüllen konnte. Der Tank wurde zwar im Vorfeld gereinigt, aber durch die Belastung auf der Strecke hatten sich anscheinend noch vorhandene Verkrustungen von den Tankwänden gelöst. Daraufhin haben wir das komplette System gereinigt und ein 12 mm starkes Saugrohr eingebaut, prompt lief der Motor wieder ohne zu murren.
Also wieder auf die Autobahn und nach Altenmarkt gestartet, da es noch ein Rennen für den 99 zu bestreiten galt.

Mehr Informationen zum 4-Stundenrennen bis Baujahr 1976 und weitere Fotos findet man hier auf der SKANDIX Website

Dienstag, 10. März 2020
Jürgen Feye-Hohmann
SKANDIX Presseinfo
Bildergalerie:
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