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LPG - Gas - Anlagen im Oldtimer

Vor einigen Jahren haben wir einen unserer Oldtimer auf LPG-Gas-Betrieb umrüsten lassen. Ein Oldtimer-Magazin hatte gefragt, ob wir darüber berichten können. Die Idee hat uns gefallen und weil Berichte* über Dinge, die man selbst realisiert hat, authentischer sind als solche, die man aus gesammelten Daten und Informationen zusammen gesetzt hat, hatten wir einen unserer Oldtimer umbauen lassen.
Sucht man nach Vorteilen für das Fahren mit Gas, dann erfährt man, dass dieser Treibstoff, gegenüber Benzin, nur die Hälfte kostet.

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Vorteilhaft ist auch das gut ausgebaute Tankstellen-Netz in Deutschland. Natürlich findet man auch in Holland und auf der britischen Insel überall eine Station.
Über Einsparungen bei den Treibstoffkosten amortisieren sich die Umbaukosten bei einem Oldtimer nur, wenn er viel benutzt wird. Ein sehr hoher Treibstoffverbrauch ist natürlich auch ein sinnvoller Anlass. Bei amerikanische V8-Cars, Benzin-betriebenen LKWs oder ähnlichen Fahrzeugen, da macht es Sinn und dann macht das Tanken  wieder Spaß.
Für unseren britischen Kleinwagen, mit einem Verbrauch von 7 Liter / 100 km rechnet sich das natürlich nicht. Hier stand vor allem umweltschonendes Fahren, aufgrund des geringeren Schadstoffausstoßes beim Verbrennen von Flüssiggas, im Vordergrund. Im Vergleich dazu können selbst aktuelle Benzin- oder gar Diesel-Verbrenner kaum mithalten.
Bleibt das Problem mit der H-Fähigkeit. In den 50ger Jahren wurden, nach unseren Informationen, sogar LPG-Fahrzeuge ab Werk nach Holland und Belgien ausgeliefert oder in diesen Ländern, gleich nach dem Kauf, umgerüstet. Trotzdem sehen nicht alle Prüfer Oldtimer mit LPG-Anlage als H-fähig an. Es macht also Sinn, vor einem Umbau, mit den Spezialisten zu sprechen, die mit LPG in historischen Fahrzeugen Erfahrungen haben und sich auch bei Oldtimer-Zulassung dieser FAhrzeuge auskennen.

Herr Ceslik vom Kfz-Service Ringheim, ist einer dieser LPG - Spezialisten. Er hat uns jetzt Fotos und Informationen zu einem aktuellen LPG-Umbau zugesendet.
Der von ihm umgebaute Opel Blitz BJ 1970 ist sehr gut erhalten und wurde kaum gefahren. Es hat nur 40tkm auf der Uhr und 56 Betriebstunden auf dem Zähler, es ist also neuwertig! Trotzdem wurde der Motor gegen einen 6 Zyl. 2,8 ltr. Motor mit 130 KW, aus einem Opel - Commodoremit ersetzt. Der Verbrauch im Benzinbetrieb hatte die 18 ltr. Marke selbst bei verhaltenem Fahren erreicht. Um die Treibstoffkosten zu reduzieren, wurde er auf eine BRC Venturianlage, auf bivalentem Gasbetrieb umgerüstet. Der 80l. Gastank befindet sich hinten links unterflur. Benzinbetrieb ist natürlich auch weiter möglich. Der Gas-Speicher erweitert als Plus zum Benzin-Betrieb, die Reichweite des Fahrzeuges erheblich.
Der alte Feuerwehr-Wagen soll noch als Wohnmobil ausgebaut werden, als Schmankerl sind beidseitige Sideouts geplant.
Besonders schön ist natürlich, dass es hier gelungen ist die H-Zulassung zu erhalten.
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FW 2
FW 1
FW 4
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Zur Technik:
Der 1970 gebaute Opel Blitz war ursprünglich als Feuerwehrfahrzeug, mit vorgebauter Feuerlöschpumpe, im Einsatz gewesen. Er wurde original von einem 2,2 ltr. Opel 4 Zylindermotor angetrieben. Da die Motorisierung an ihre Grenzen kam, wurde ein 6 Zyl. Opel - Commodore - Motor, mit 2,8 ltr. Hubraum und Bosch D-Jetronic, nachgerüstet.
Gasanlage:
Verbaut wurde eine BRC Blitz, also eine ungeregelte Venturianlage. Um Backfireschäden am teuren Saugrohrdrucksensor der D-Jetronic zu vermeiden, wurde das Ansaugrohr umgeschweisst und eine Backfireklappe eingebaut.
Der H-Status des Fahrzeuges bleibt bei einem solchen Umbau erhalten, da hier eine zeitgerechte Gasanlagentechnik verbaut wurde.
Die Fahrwerte im Gasbetrieb entsprechen dem Benzinbetrieb. Auch bei den Beschleunigung und Endgeschwindigkeit werden auch im Gasbetrieb nahezu identische Werte erreicht. Die Laufkultur des Motors fühlt sich im Gasbetrieb sogar noch weicher an. Grund dafür ist die höhere Klopffestigkeit des LPGs. Der Verbrauch im Gasbetrieb liegt bei 21 ltr.LPG, also geringfügig über dem Verbrauch im Benzin-Betrieb.
Für Fragen und mehr Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Norbert Ceslik oder einen der anderen LPG-Spezialisten.

*Das Magazin mit dem LPG-Bericht ist längst vergriffen, aber "hier" können Sie den Bericht als PDF laden.

Montag, 22. Januar 2018
Jürgen Feye-Hohmann
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