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Written by Gregor Mausolf
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Sunday, 31 May 2009 04:59 |
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Peter Patz startet mit wunderschön restaurierter Universelle in bbenbüren - Sie ist ein Liebling der Zuschauer: Die Universelle ZIIIb. Praktisch in letzter Minute hat Peter Patz aus Zeithain sich selbst und seine Universelle für die 29. Internationale Ibbenbürener Motorrad-Rallye angemeldet. Bei einem derart schönen Oldtimer konnte die Rallyeleitung natürlich nicht nein sagen, auch wenn der Nennungsschluss längst vorbei war.
Die Universelle ist eines von mehr als 300 Vorkriegsmotorrädern, die am kommenden Pfingstwochenende in Ibbenbüren in Aktion zu bewundern sind - gelebte Mobilitäts-Geschichte. „Europas größtes rollendes Motorradmuseum" ist dort im Stadion Ost und auf den Straßen des Tecklenburger Landes zu sehen, komplett ehrenamtlich ausgerichtet vom Automobilclub Ibbenbüren e.V. im ADAC. Jedes der dort fahrenden Motorräder hat seine Geschichte, eine spannender als die andere. So auch die der Universelle, die 1927 gebaut wurde und nach der Wende nur noch ein Haufen verrostetes Eisen war. „Das Fahrzeug, oder besser das Häuflein Schrott habe ich 2000 in einem Schuppen in Löthain bei Meißen geborgen, nachdem ich mich vier Jahre darum bemüht hatte", berichtet Peter Patz, der Leiter des Sächsischen Feuerwehrmuseums Zeithain ist. Den Tipp hatte er aus der Verwandtschaft bekommen und dabei einen noch ferneren Verwandten kennen gelernt. „Wenn des ni ham willst, kommt's nächste Woche offn Schrott, 's hatt's be-stimmt ni gelohnt, dass'sch deswegen den Schuppen halb weggeruppt hab...", erklärte der Verwandte in breitem Dialekt. Der Eigentümerwechsel ging dann für eine Flasche „Braunen" über die Bühne. Das Dreirad war in dem Schuppen nach erfolglosen Reanimationsversuchen 1961 abgestellt worden, fand Patz heraus. „Vier Wochen nach der Bergung ist der Rest des Schuppens abgebrannt. Es war also die letzte Rille, wie man so sagt", kann der Motorradfreund auch heute noch sein Glück kaum fassen. Bei den unzähligen Stunden der Restaurierung hatte Patz kompetente Hilfe. Ein Bekannter kümmerte sich um den Kastenaufbau - und der hatte schon bei der Tür der Dresdener Frauenkirche gezeigt, was er handwerklich drauf hat. Als Vorlage für die Restaurierung hatte ausschließlich ein altes Foto im Verkehrsmuseum Dresden hergehalten. So also hatte die Universelle einmal etwa ausgesehen... Und so sieht sie heute auch wieder aus - nach monatelanger Arbeit von Peter Patz. Eines von zwei Exemplaren weltweit. Das andere steht im Deutschen Postmuseum in Frankfurt. Das sind die Geschichten, die den Reiz des „größten rollenden Zweiradmuseums" ausmachen. Beim Gang durchs Fahrerlager hört man sie an jeder Ecke. Geschichten, jede anders, jede toll. Sie könnten Bücher füllen. www.amc-ibb.de
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Last Updated on Sunday, 31 May 2009 10:11 |