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Home · CLASSIC JOURNAL · Workshop · Electrics/Ignition · Eine zündende Idee
Eine zündende Idee PDF Print E-mail
Written by Jürgen Feye-Hohmann   
Tuesday, 21 June 2011 15:26
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123_4cyl_originalIn einem aktuellen Oldtimer-Magazin wird beschrieben, wie Zündverteiler funktionieren und wie man diese wieder in Schwung bringen kann. Oft sei das Problem garnicht Verschleiss oder ausgeschlagene Lager. Viel häufiger seien durch Schmutz und verharzte Öle verklebte Fliehgewichte das Problem. Der Vorschlag alles zu reinigen (Petroleum?) und anschliessend neu zu ölen ist eine gute Idee. Funktioniert bei alten Uhren ja auch.   Gut gefallen hat uns auch der Hinweis auf die Website von "BOSCH-Automobile-Tradition".
Dort findet man alte Teilelisten und Zeichnungen und auch eine Übersicht der noch verfügbaren  Original-Bosch-Ersatzteile.

Nicht mit allem was der Autor schreibt stimmen wir überein. Das ist jedoch nicht wichtig. In Bezug auf die Feder möchten wir jedoch auf einen Fehler hinweisen, denn diese sind das wesesentliche, alles entscheidende Bauteil in einem Zündverteiler. Durch diese Federn wird die Kennlinie der Zündkurve Federnfestgelegt. Der Autor sagt, dass man eine gebrochene oder verrostete Feder durch eine "in der Länge passende" ersetzen könne. Und weiter: "In der Festigkeit unterscheiden sich Federn nur minimal." Sorry, aber das ist leider völlig falsch. Federn haben keine Festigkeit. Sie speichern Energie in Relation zu ihrer Auslängung und geben diese wieder ab. Jeder kennt das von Federwaagen her.  Entscheidend für die Federkraft bzw. für die Kennlinie des Kraft-Weg-Diagramms (Federrate) ist nicht nur die (Anfangs-) Länge. Der Drahtdurchmesser, der Wickeldurchmesser, die Anzahl der federnden Wicklungen sind weitere Parameter für die Berechnung einer Feder. Ganz wichtig ist auch die Festigkeit und Qualität des Federwerkstoffes. Es ist also nicht so einfach wie es scheint. Trotzdem ist die Feder, die der Bosch-Spezialist in seiner Federsammlung gefunden hat, vermutlich eine gute Notlösung.  Es geht es uns auch nicht um Kritik. Wir möchten jedoch deutlich machen, dass es in der Regel nicht möglich sein wird, in 30 Minuten und für 50 € vollwertigen Ersatz zu finden. Wenn nicht zufällig eine originale Austauschfeder vorhanden ist, dann werden noch viel fiat-altteilePrüfaufwand und Einstellarbeit hinzu kommen. Spezialisten aus dem historischen Motorsport werden bestätigen können, dass man für eine optimale Abstimmung auch schon mal 2 Tage benötigt. Der Hinweis auf Spezialisten, die so etwas können ist uns sehr wichtig. Bei sehr seltenen Fahrzeugen, Vintage Cars oder absolut originalen Oldtimern kann die Restauration des Originals die einzig richtige Antwort sein. Adressen und Ansprechpartner findet man bei CI.eu unter "Spezialisten".  
Für den "normalen" Oldtimer reicht es meist den alten Verteiler gegen einen neuen (Austausch) zu ersetzen. Diese sind meist günstiger als eine hochwertige Restauration und in der Regel voll ausreichend. Wir empfehlen ohnehin gerne, sicherheitsrelevante Bauteile oder solche die die Zuverlässigkeit beeinflussen frühzeitig auszutauschen, wenn diese einem Verschleiß unterliegen. Meist ist nämlich nicht das Fahrzeugalter das Problem, sondern mangelhafter oder vergessener Service.
Sehen Sie dazu auch die Information auf dieser Website. Die Firma Buttkereit bestätigt das nicht nur sondern zeigt auch die Folgen auf.
Eine weitere Möglichkeit Zündprobleme zu reduzieren sind elektronische Zündkontakte. Verschlissene Lager der Hauptwelle haben deutliche Schwankungen beim Zündpunkt zur Folge, weil die leichte Taumelbewegung der Welle den mechanisch angesteuerten Kontakt mal früher oder auch etwas später öffnet.

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In dem anhängenden Youtube-Film ist das gut zu sehen. Bei elektronischen Kontakten entfällt das fast vollständig. (Beispiel findet man Kontaktbei Fa. "NAT - Trade"). Bei stärker verschlissenem Verteiler ist ein Austausch sinnvoll. Nach unseren Erfahrungen sind die 123Ignition Zündsysteme dann eine gute Alternative. In einem Gehäuse, dass dem Original sehr ähnelt, befindet sich, bis auf die Hauptwelle, kein einziges bewegliches Bauteil. Der Rest besteht aus auf Leiterplatten montierten Elektronik-Bauteilen und Computer-Chips. Die Winkelstellung und die Drehzahl wird durch einen Sensor erkannt. Der jeweils richtige Zündpunkt ist auf verschieden, auswählbaren Zündkurven vorprogrammiert. Das Gerät erkennt auch Gleichlaufschwankungen und gleicht diese über das Computer-Programm (Spark Balancing) selbstständig aus! Funktioniert prima und wird daher sogar im historischen 123-usbMotorsport eingesetzt. Die seit 2010 verfügbaren, frei programmierbaren 123-Verteiler sind die Steigerung dazu. Zwei vorinstallierte Kurven können mit einem Computer für die jeweilige Anwendung optimiert werden. Das Programm dazu kann (hier) aus dem Internet kostenlos geladen werden. Auf dem Rollenprüfstand wird die jeweils ideale Kurve ermittelt und im Chip gespeichert. Kurven für sportliches Fahren, cruisen oder auch energiesparend können unterschiedlich sein. Natürlich können die Kennlinien danach auch auf baugleiche Fahrzeuge mit diesem Verteiler übertragen werden. Ansprechpartner finden Sie "hier"

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Sorry für die Tonqualität, aber der Inhalt schien uns hilfreich.

mgy-123-offenDiese Produkte lieferbar sind nicht für alle Fahrzeuge. Manchen Besitzern ist auch das Originale Outfit ihres Verteilers wichtig. Da können die Firma "Hebels" (Niederlande) und Firma "Brits'n'Pieces" in Deutschland helfen. Diese montieren die 123-Technik in entkernte Original-Gehäuse von alten Autos aber auch alten Motorrädern ein. Gerade bei Vintage Cars eine gute Idee, wie wir finden. Die Firma "IOZ Zünd- und Vergasertechnik" erstellt ebenfalls solche Umbauten (Neue Technik in alte Gehäuse). Dieser Spezialist montiert diese Anlagen auch und findet eine genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Zündeinstellung.
Originales Aussehen, moderne Technik, optimale Zündung und nie wieder einstellen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte direkt an die beiden Spezialisten. Gefällt auch das nicht, dann kann man auch alles lassen wie es ist! Geht auch......naja, möglicherweise sollte man mal die Kontakte wechseln. Bringt meist auch etwas.

Den 123- Ignition-Bericht des British-Classic-Car-Magazins dürfen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlages hier als PDF anhängen. „pdf123_Verteiler2.pdf"

Last Updated on Friday, 10 February 2012 14:13
 

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