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MG TD

Ab Oktober 2020 gilt auf deutschen Straßen die "PKW-MAUT". Für Fahrzeuge mit Oldtimer-Kennzeichen wird, mit Hinblick auf die typischerweise hohen Schadstoffemissionen und weil eine uneingeschränkte Nutzung von Bundesfernstraßen mit diesen Kennzeichen möglich ist, eine jährliche Infrastrukturabgabe in Höhe von 130 € zu zahlen sein.

Ein Kommentar dazu von Peter Schwedtmann:
Die Situation ist ungewöhnlich: Erst lässt sich die Politik einen sinnlosen Grenzwert aufschwatzen, enteignet damit Millionen Deutscher, bringt den Gebrauchtwagenhandel an den Rand des Ruins und gibt die wichtigste Industrie des Landes zum Abschuss frei. Dann kommt die so korrekte deutsche Justiz ins Spiel und setzt die Vorschriften um, ohne Augenmaß, nur mit dem Blick auf den Buchstaben des Gesetzes. Und nun bringt sich die Politik wieder ins Spiel. Sie will automatisiert den Verkehr überwachen.
Mit Kennzeichenerkennung soll festgestellt werden, ob sich ein alter Dieselmotor unter der Motorhaube des Autos versteckt und dort – offenbar verbrecherisch – agiert. Da war doch schon einmal etwas Vergleichbares?

Als Innenminister und Polizei diskutierten, die Tollcollect-Daten einschließlich der Kennzeichen für die Suche nach Schwerverbrechern und Terroristen zu nutzen, ging ein Aufschrei durch die Republik: Der Schutz der Privatsphäre sei wichtiger als der zweifelhafte Erfolg einer solchen Maßnahme. Sind Dieselfahrer also schlimmer als Terroristen? Oder: Warum bleibt jetzt die Empörung aus? Steckt hinter der Verfolgung der Dieselfahrer und dem damaligen Kampf gegen die Kennzeichenüberwachung dieselbe Denkschule? (ampnet/Sm)

Anmerkung ClassicIndex.eu
Unser MG TD wurde 1952 gebaut und hat 57 PS und er verbraucht knapp 8 Liter auf 100 km. Wegen Zeitmangel verbraucht er etwa eine Tankfüllung / Jahr (57 L). Welches moderne Fahrzeug kann da mithalten? 
Sehen Sie dazu auch den Film über die Umweldfreundlichkeit von Steckdosen- Autos.

Nicht alle Schreckensnachrichten sind so fürchterlich, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

DEUVET - Antwort zu der Presseinformation:
Herr Peter Schneider, Vorstand DEUVET, hat dazu geschrieben: "Das ist nur insofern richtig, dass der Steuerbetrag von 191 € sich dann aufteilt in Infrastrukturabgabe und Reststeuerbetrag. Der Gesamtbetrag bleibt zunächst gleich - bis zur Erhöhung der Abgabe. Ungerecht ist dabei, dass historische Nutzfahrzeuge, Motorräder mit H-Kennzeichen und 07-Nummer von der Maut befreit sind. Oldtimer-Pkws jedoch nicht. In dem Entwurf der EU für eine einheitliche europäische Mautregelung ist der Oldtimer generell von der Maut befreit. Das habe ich am 18. Dezember 2018 dem Bundesminister Andreas Scheuer in einem persönlichen Gespräch erklärt. Das BMVI wird das prüfen und der DEUVET zu gegebener Zeit darüber berichten.

Peter Schwedtmann ist Chefredakteur bei Auto-Medienportal.Net

Donnerstag, 10. Januar 2019
Jürgen Feye-Hohmann
ClassicIndex.eu
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